Kurzantwort: defake richtet sich an Verbraucher, die ihre Bilder vorsorglich mit einem KI-Radar beobachten und bei einem Fund gezielt einen Takedown anstoßen möchten. Dafür muss noch kein Missbrauchsfall bekannt sein. deleak richtet sich ausschließlich an geschäftlich handelnde Creator, Managements und Agenturen, die Monitoring, strukturierte Fallbearbeitung und gegebenenfalls Automatisierung in einen professionellen Schutzprozess einbinden wollen.
Der direkte Vergleich
| Frage | defake | deleak |
|---|---|---|
| Für wen? | Individuelle Betroffene, Verbraucher und einzelne Creator | Selbstständige Creator, Influencer, Managements und Agenturen; ausschließlich B2B |
| Typischer Bedarf | Vorsorglich nach Bildmissbrauch suchen, Radar-Funde prüfen und gezielte Takedowns anstoßen | Wiederkehrende Funde, professionelles Monitoring und laufende Fallprozesse |
| Entscheidung über Funde | Die betroffene Person entscheidet, welche Treffer als Takedown eingereicht werden | In Basic entscheidet der Kunde; in Pro können zuvor festgelegte Regeln und ein Autopilot Arbeitsschritte auslösen |
| Auswertung | Je nach gewähltem Radar-Paket in unterschiedlichen Suchumfängen und Frequenzen | Wöchentliche Auswertung in Basic, tägliche Auswertung in Pro |
| Takedown-Prozess | Eigene oder durch den Radar gefundene Links können gezielt als Takedown eingereicht werden | Suchmaschinen- und DMCA-Takedowns sind in einen dokumentierten Fallprozess eingebunden; Pro ergänzt die Quellen-Eskalation |
| Mehrere Personen | Auf die individuelle Nutzung ausgerichtet | Eigene Agentur-Lösung für mehrere Talents, getrennte Schutzprofile und zentrale Abläufe |
Der Vergleich nennt bewusst keine Trefferquote, garantierte Reaktionszeit oder sichere Entfernung. Solche Ergebnisse hängen von Fundstelle, Beweislage und der Reaktion externer Plattformen, Suchmaschinen oder Hostingdienste ab.
Wann passt defake besser?
defake ist der naheliegende Ausgangspunkt, wenn Sie als Privatperson Ihre Bilder vorsorglich schützen möchten oder bereits von einem Fake-Profil, gestohlenen Bildern, einem Deepfake oder einem Leak betroffen sind. Ein bekannter Missbrauchsfall ist keine Voraussetzung. Der Ablauf bleibt bewusst selbst gesteuert:
- Sie können den KI-Radar vorsorglich einrichten, bevor ein Missbrauch bekannt ist.
- Der Radar sucht je nach Paket in unterschiedlichen Umfängen und Frequenzen nach möglichen Fundstellen.
- Eigene Funde lassen sich zusätzlich selbst melden.
- Sie entscheiden, welche Fundstelle als Takedown bearbeitet werden soll.
- Der Radar kann auch danach weiter nach neuem oder erneutem Missbrauch suchen.
Auch einzelne Creator können defake nutzen. Das ist besonders dann plausibel, wenn kein komplexes Team, keine Agenturverwaltung und kein umfangreicher automatisierter Fallprozess benötigt werden.
Wann passt deleak besser?
deleak ist als B2B-Angebot für professionelle Sichtbarkeit und wiederkehrende Schutzarbeit aufgebaut. Das spricht für deleak, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Ihre Inhalte sind Teil Ihrer selbstständigen oder gewerblichen Tätigkeit.
- Sie erwarten regelmäßig neue Fundstellen oder Content-Leaks.
- Funde sollen nach dokumentierten Regeln priorisiert und bearbeitet werden.
- Ein Pro-Autopilot soll geeignete Fälle ohne einzelne Freigabe vorbereiten oder starten.
- Ignorierende Quellen sollen über Hoster, Registrar oder weitere Infrastruktur eskaliert werden.
- Eine Agentur oder ein Management betreut mehrere Talents zentral.
deleak ersetzt dabei keine individuelle Rechtsberatung und garantiert keine Entfernung. Der Mehrwert liegt in der strukturierten, nachvollziehbaren Organisation der laufenden Schutzarbeit.
Was wurde gegenüber dem früheren ClearID verbessert?
Das frühere ClearID-Angebot musste sehr unterschiedliche Situationen in einem Ablauf abbilden. Die heutige Trennung macht Zuständigkeiten klarer:
- defake bietet Verbrauchern vorsorglichen und reaktiven, selbst gesteuerten Schutz,
- deleak bildet professionelle und wiederkehrende B2B-Prozesse ab,
- ClearID erklärt als Wissensplattform zunächst Möglichkeiten und Grenzen,
- Nutzer müssen nicht mehr aus einem allgemeinen Angebot selbst ableiten, welcher Prozess zu ihnen passt.
Die Aufteilung ist daher keine bloße Umbenennung. Sie trennt ein Verbraucherangebot mit selbst gesteuertem KI-Radar und Takedowns von einem geschäftlichen Schutzsystem mit anderen Anforderungen an Teamabläufe, Freigaben, Automatisierung und Mehrprofilverwaltung.
Entscheidung in drei Fragen
1. Handeln Sie privat oder geschäftlich?
Als private betroffene Person beginnen Sie bei defake. Handeln Sie als selbstständiger Creator, Unternehmen, Management oder Agentur, prüfen Sie deleak.
2. Möchten Sie vorsorgen oder einen bekannten Fund bearbeiten?
Beides ist mit defake möglich: Der KI-Radar kann vorsorglich nach Bildmissbrauch suchen und nach einem bekannten Fund weiterlaufen. Für die Wahl zwischen defake und deleak ist deshalb nicht der Zeitpunkt entscheidend, sondern ob Sie den Schutz als Verbraucher selbst steuern oder einen professionellen B2B-Prozess benötigen.
3. Muss ein Team oder eine Automatisierung eingebunden werden?
Sobald mehrere Talents, zentrale Rollen, Regeln oder automatisierte Arbeitsschritte erforderlich sind, ist deleak dafür konzipiert. Wer jede Entscheidung selbst treffen möchte und keine Agenturstruktur benötigt, findet bei defake den einfacheren Ansatz.
Fazit: Zielgruppe und Arbeitsweise entscheiden
Wählen Sie defake als Verbraucher für vorsorglichen oder reaktiven, selbst gesteuerten Schutz mit KI-Radar und gezielten Takedowns. Prüfen Sie deleak, wenn der Schutz Teil Ihrer professionellen Tätigkeit ist und Teamabläufe, Automatisierung, mehrere Personen oder komplexere Eskalationen umfasst. Ein pauschaler Gewinner wäre irreführend – entscheidend sind Zielgruppe und benötigte Arbeitsweise.
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